Was verbirgt sicht hinter der Thermographie und auf was müssen sie bei einer Beauftragung achten?

 

Was ist eine Thermographie und wie funktioniert sie?

 

Mit Hilfe einer Infrarot-Kamera wird während der kalten Jahreszeit die Wärmeabstrahlung

des Gebäudes aufgenommen. Bei thermischen Schwachstellen tritt mehr Wärme nach

außen als an anderen Stellen. In der Thermografie-Aufnahme werden diese Stellen als

hellere Bereiche (gelb, rot und weiß) sichtbar.

  

Welche Rahmenbedingungen müssen vorhanden sein für eine richtige Thermographie?

 

Bei einer korrekten Aufnahme muss

  • ein Temperaturunterschied von mind. 20° C innen - außen vorhanden sein, d.h. Raumtemperatur 20° C, Außentemperatur 0° C oder weniger
  • Die Fassade, die tagsüber der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, muss mind. 5-6h ausgekühlt sein um das Ergebnis durch Sonnenerwärmung nicht zu verfälschen
  • Es darf nicht regnen oder schneien, da die Regentropfen oder Schneeflocken auf der Aufnahme sichtbar sind.
  • Die Windgeschwindigkeit darf 1m/sec. nicht überschreiten. Der auf die Fassade treffende Wind kühlt diese ab und verfälsch die Messungen.
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Wer darf eine Thermographie machen?

Grundsätzlich darf jeder eine Thermographieaufnahme machen. Achten Sie aber darauf, dass der Thermograph über das notwendige Fachwissen und Ausbildung verfügt um die Aufnahme richtig durch zu führen und Sie später entsprechend fachmännisch berät. Vertraut man hier auf geprüfte Energieberater oder Baumeister ist man immer gut beraten!

 

Was sollte Thermographiert werden?

Thermographiert werden sollten die häufigsten Schwachstellen an Gebäuden:

Grundsätzlich alle beheizten Flächen (Wand, Decke, Boden) zu unbeheizt oder nach außen, aber im speziellen:

  • Fenster- und Türanschlüsse
  • Balkone
  • Sockelbereiche
  • Geschossdecken
  • Wand - Dachanschluss

  

Was ist das Ergebnis der Thermographie?

Das Ergebnis der Thermographie zeigt Ihnen die versteckten Wärmebrücken Ihres Gebäudes bei dem sichtbar (Kondenswasser oder Schimmel) oder unsichtbar die erwärmte Raumluft ungewollt nach außen strömt.

 

Chancen und Risken bei der Beratung

Derzeit wird das Angebot an Thermographen immer größer und der Preis für einen „Body-Check" Ihres Gebäudes sinkt. Achten Sie dabei darauf, dass Ihr Berater ein entsprechendes Fachwissen und Ausbildung verfügt um Ihnen nicht nur mit einem Lockangebot über die thermische Aufnahme mehr verkauft als sie eigentlich benötigen. Oftmals sind das nur kleine gezielte Maßnahmen die einen hohen Effekt an Einsparung erzielen. Gute Berater und auch Fachfirmen arbeiten dabei mit Programmen die Ihre Energieeinsparung nach der Sanierung nahezu vorausberechnen können.

 

Haben Sie sich zu einer thermischen Gebäudesanierung entschlossen, überdenken Sie auch Ihren derzeitigen Nutzungsbedarf Ihres Gebäudes. Kleine Umbauarbeiten wie z.B. eine Baderneuerung, Zusammenschluss von mehreren kleinen Räumen zu einem großen Wohnraum oder gar der Umbau zu einem Generationenhaus mit 2 getrennten Wohneinheiten für Jung und Alt ist dabei nur mit geringen Mehrkosten verbunden.

 

Gibt es Förderungen für die thermische Analyse meines Gebäudes?

Das Land Steiermark fördert die Thermische Gebäudeaufnahme mit 2 verschiedenen Aufnahmevarianten Standard und light.

Im Light-Verfahren wird um € 120.- Selbstkostenbeitrag die Außenhülle Ihres Gebäudes thermographiert und Statements des Thermographen für die Sanierung sowie über Förderungsmöglichkeiten abgegeben.

Im Standard-Verfahren um € 250,- Selbstkostenbeitrag wird nicht nur die Außenhülle aufgenommen, sondern auch Innenraumaufnahmen für die Analyse herangezogen. Ein Beratungsgespräch mit qualifizierten Experten in der Beratungsstelle analysiert die bau- und heizungstechnischen Schwachstellen Ihres Gebäudes mit einer Abschätzung des Heiz-Einsparpotentials und maßgeschneiderten Sanierungsvorschlägen.