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Allgemeine Fragen

Armin R.: In welcher Tiefe muss ich Ver- und Entsorgungsleitung verlegen?

Strom, Telefon, Kabel TV in ca. 80cm Tiefe

 

Die Wasserleitung muss in einer Tiefe von mind. 160cm verlegt werden, da ansonsten die Gefahr des Einfrierens erheblich zunimmt.

 

Auch der Regenwasserkanal sollte - mit entsprechenden Gefälle mind. 1,5% - in 70-80cm Tiefe verlegt werden.

 

Fragen zum Neubau

Rainer L.: Was kostet eine Erdwärmebohrung für 130m² beheitzte Wohnfläche

Man geht hier von einem Heizwärmebedarf von ca. 6,5 kW im Neubau aus. Die Kosten der Bohrung gliedern sich wie folgt:

Baustelleneinrichtung Bohrgerät:                    € 660,-

Container für Schlamm + Entsorgung:    ca. € 1.210,-

Bohrung ca. 90lfm á € 54,-/lfm:                    € 4.860,-

Gesamtkostensomit ca.:                            € 6.730,-              (alle Preise inkl. MWSt.)

Fragen zur Sanierung

Robert K.: Was sind die häufigsten Wärmebrücken bei einem Haus?

Nach unserer fast 5 jährigen Erfahrung durch die Thermographieaufnahmen sind die häufigsten Wärmebrücken:

  • ungedämmte Sockelbereiche
  • fehlende Kellerdeckendämmung
  • Wände gegen unbeheizte Räume
  • ungedämmte Geschossdecken im Auflagerbereich
  • zu geringe Dachschrägen- und Dachbodendämmung
  • Träger/Überlager über Fenster und Tore
  • undichte Fenster und Türen bzw. mangelhafter Einbau
  • undichte Wand - und Dachdurchführungen (z.B. Kamin)
  •  Balkonplatten

Herricht R.: Wie kann ich an einem alten Haus (ca. 1950 gebaut) kostengünstig die Abdichtung des Kellers wieder neu herstellen. Der Keller wurde gemauert mit verschiedenen Ziegelarten, der Aussenputz ist im Erdreich sehr beschädigt.

 

Man unterscheidet hier 2 verschiedenen Schadensursachen:

1. Feuchtigkeit, die seitlich durch das nicht dichte Ziegelmauerwerk in den Keller eindringt oder

2. von unten aufsteigende Feuchtigkeit.

Ist der Feuchtigkeitsandrang nicht zu hoch und beispielsweise ein falscher Putz innen aufgebracht (Zementputz), kann die Feuchtigkeit nicht ausdiffundieren und zieht dann  im Mauerwerk hoch. Einfachste und Kostengünstigste Lösung wäre hier: 1. abschlagen des Putzes; 2. im Winter für trockenen Luftwechsel sorgen; 3. im Sommer Luftwechsel vermeiden, da die warme Sommerluft wesentlich mehr Feuchtigkeit enthält. Sollte diese Variant nicht wirkungsvoll sein, gibt es 2 weitere Möglichkeiten:

zu 1.: Feuchtigkeit die Beispielsweise durch Niederschläge in einem nicht sickerfähigen Baugrund zum Gebäude rinnt und dadurch in das Mauerwerk eindringt, kann man mittels Freilegen des Kellermauerwerks, einer Drainage in Bodenplattennähe, sowie Hinterfüllung mittels sickerfähigem Material großteils ableiten. Ist das Kellermauerwerk freigelegt, bietet sich die Möglichkeit das Mauerwerk zu verputzen bzw., bei extremen Belastungen, eine Betonwand vor dem Kellermauerwerk herzustellen. Auf die neuen Oberflächen kann dann eine Bitumenabdichtung aufgebracht werden, die das Eindringen von Feuchtigkeit in das Mauerwerk verhindert.

zu 2.: Gegen aufsteigende Feuchtigkeit hilft nur die Herstellung einer aufwendigen und kostenintensiven Horizontalsperre z. B. mittels Druckinjektionen im Abstand von ca. 10-50cm oder durch Durchsägen des Mauerwerks und einschieben von Blechplatten.